Einen dauerhaft kostenlosen KI-Telefonassistenten gibt es praktisch nicht, und das liegt nicht am Geiz der Anbieter: Jede Rufnummer und jede Gesprächsminute kostet Telefonie, Spracherkennung, Sprachmodell und Sprachausgabe, und die stellt jemand in Rechnung. Was es gibt, sind Testphasen, Freikontingente und kostenlose Einstiege in Pakete, die den Assistenten dann als Stufe enthalten. Hier steht, was die Angebote wirklich meinen, wo die Kosten stecken, und was ein Einstieg kostet, der nichts verschweigt, bei terminio.ai eingeschlossen.
Die kurze Antwort: dauerhaft kostenlos gibt es ihn nicht
Ein KI-Telefonassistent ist kein Formular, das einmal programmiert wird und dann nichts mehr kostet. Bei jedem Anruf laufen vier Dinge, die nach Minuten abgerechnet werden: die Telefonleitung, die Spracherkennung, das Sprachmodell, das das Gespräch führt, und die Sprachausgabe. Dazu kommt die Rufnummer, die jeden Monat Geld kostet, ob jemand anruft oder nicht. Ein Anbieter, der das alles verschenkt, verliert mit jedem Anruf Geld.
Deshalb gibt es „kostenlos“ nur in drei Formen: als Testphase, die endet; als Kontingent, das aufgebraucht wird; oder als Einstieg in ein Paket, in dem der Assistent auf einer höheren Stufe liegt. Alle drei sind legitim. Unehrlich wird es nur, wenn das Wort so groß steht, dass die Bedingung dahinter nicht mehr zu sehen ist.
Die richtige Frage ist deshalb nicht, ob es einen kostenlosen Assistenten gibt, sondern was der Einstieg kostet, was danach kommt und ob du jederzeit wieder raus kannst. Auf diese drei Fragen antwortet dieser Artikel.
Was Anbieter meinen, wenn sie „kostenlos“ sagen
Hinter demselben Wort stehen sehr verschiedene Dinge. Wer die Angebote nebeneinander legt, sieht fünf Muster.
- Testphase: sieben oder vierzehn Tage kostenlos, danach der volle Preis. Sinnvoll, wenn du in der Zeit echte Anrufe bekommst; wertlos, wenn die Rufumleitung erst am Ende steht.
- Freikontingent: eine Handvoll Minuten oder Anrufe im Monat, danach ein Minutenpreis. Reicht zum Ausprobieren, für einen Betrieb mit zwanzig Anrufen pro Woche nicht.
- Kostenloser Plan der Plattform: Buchungsseite oder Kalender kostenlos, der Telefonassistent auf einer bezahlten Stufe. So macht es terminio.ai.
- Entwickler-Plattformen mit Startguthaben: ein paar Dollar Guthaben, dann Minutenpreise, und den Assistenten baust du selbst.
- „Kostenlos“ mit Einrichtungsgebühr oder Mindestlaufzeit: der Monatspreis wirkt klein, die Rechnung kommt über die Laufzeit.
Wo die Kosten wirklich stecken
Ob ein Angebot fair ist, entscheidet nicht der beworbene Preis, sondern was daneben steht. Fünf Posten machen bei einem Telefonassistenten den Unterschied, und jeder von ihnen kann in der Werbung fehlen und in der Rechnung auftauchen.
Die Rufnummer: Manche Anbieter legen sie in die Pauschale, andere berechnen sie extra, bei wieder anderen brauchst du eigene Telefonie. Die Minuten: Wie viele sind enthalten, und was kostet die Minute darüber? Die Einrichtung: einmalig null bis mehrere Hundert Euro, bei Praxissoftware auch vierstellig. Die Laufzeit: monatlich kündbar oder Jahresvertrag. Und bei Praxen: je Betrieb oder je Behandler. Zwei Behandler verdoppeln bei manchen Anbietern den Preis.
Wie du deinen eigenen Minutenbedarf ausrechnest und die drei Preismodelle am Markt vergleichst, steht im Artikel zu den Kosten eines KI-Telefonassistenten. Kurz: Zähle eine Woche lang deine verpassten Anrufe, rechne mit rund zweieinhalb Minuten je Anruf, und du weißt, ob ein Freikontingent für dich überhaupt eine Rolle spielt.
Selbst bauen: kostenlos ist es nur auf dem Papier
Wer technisch versiert ist, findet Entwicklerplattformen, auf denen die Minute nur wenige Cent kostet und der Einstieg mit Guthaben beginnt. Das ist der Weg für Betriebe mit eigener IT oder für eine Agentur, die den Assistenten baut und betreibt. Für einen Salon, eine Werkstatt oder eine Praxis ist es meist der teuerste Weg, auch wenn die Minute billig aussieht.
Denn die Arbeit steckt nicht in der Minute: Gesprächslogik schreiben, den Kalender anbinden, Weiterleitung und Rückruf bauen, Rufnummer besorgen, Datenschutz prüfen, testen, und bei jeder Änderung am Ablauf alles noch einmal. Diese Stunden bildet kein Minutenpreis ab. Rechne sie mit deinem Stundensatz, und das kostenlose Startguthaben ist die kleinste Zahl auf dem Zettel.
So sieht ein ehrlicher Einstieg aus
Bei terminio.ai ist der Einstieg kostenlos, der Telefonassistent nicht, und beides steht auf der Preisseite. Mit Free legst du ohne Zahlungsdaten los: Buchungsseite, Kalender, App, bis zu 50 Buchungen und 5 WhatsApp-Erinnerungen im Monat. Pro kostet 19,99 € im Monat und lässt sich sieben Tage kostenlos testen. Der KI-Telefonassistent kommt mit Pro Voice für 129,99 € im Monat: deutsche Rufnummer und 200 Gesprächsminuten inklusive, jede weitere Minute 0,25 €.
Pro Voice hat keine Testphase, weil Rufnummer und Minuten am ersten Tag bereitstehen und Geld kosten. Dafür gibt es keine Einrichtungsgebühr, keine Mindestlaufzeit und einen Preis für den ganzen Betrieb, nicht je Behandler. Wer nach einem Monat merkt, dass es nicht passt, kündigt zum Monatsende und hat genau einen Monat bezahlt. Das ist unsere Antwort auf die Frage nach „kostenlos“: nicht das Wort, sondern ein Ausstieg, der nichts kostet.
Rechne es nach: 129,99 € für 200 Minuten sind rund 0,65 € je enthaltener Minute, bei Vollauslastung. Ein Salon mit zwanzig verpassten Anrufen pro Woche und zweieinhalb Minuten je Anruf braucht rund 215 Minuten im Monat, also etwa 133,74 €. Ein einziger geretteter Termin in der Woche deckt das in den meisten Betrieben.
Woran du ein faires Angebot erkennst
Egal, bei wem du landest: Diese sechs Punkte sollten auf der Preisseite stehen, ohne dass du beim Vertrieb nachfragen musst.
- Der Monatspreis, und ob er je Betrieb oder je Behandler gilt.
- Die enthaltenen Minuten und der Preis der Minute darüber.
- Ob die Rufnummer enthalten ist oder extra kostet.
- Einrichtungsgebühr: ja oder nein, und wie hoch.
- Kündigungsfrist: monatlich oder Jahresvertrag.
- Was im Preis sonst noch steckt: Buchungsseite, Erinnerungen, Kalender, App.


